Verpackungen können Lebensmittel vor dem Verderb schützen, erzeugen zugleich aber große Mengen an Plastikabfall, den bestehende Sammel- und Recyclingsysteme kaum bewältigen können. In Lateinamerika verschärft sich dieser Zielkonflikt, weil Supermärkte und Handelsketten rasch wachsen. Im Zentrum der Publikation steht deshalb die Frage, wie sich Verpackungen so gestalten lassen, dass sie Lebensmittelabfälle verhindern, ohne dabei neue Umweltprobleme zu schaffen oder bestehende zu verschärfen.
Am Beispiel von Brasilien, Kolumbien und Mexiko untersucht die Publikation das Zusammenspiel von Verpackung, Lebensmittelabfällen und Handel. Lösungen zeigen sich in drei Feldern: neue Verpackungsmaterialien, veränderte System- und Geschäftsmodelle wie Mehrweg sowie politische und verbraucherbezogene Rahmenbedingungen wie Einweg-Verbote. Ein zentrales Ergebnis ist, dass Materialinnovation, Systemumbau und Politik zusammengedacht werden müssen. Es genügt nicht, allein die Verpackung zu verändern. Entscheidend ist die Restrukturierung des gesamten Systems.
Die Veröffentlichung entstand im Rahmen des Globalen Projektes zur Vermeidung von Meeresmüll, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) implementiert.
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| 2025giz-en-plastic-packaging-food-waste_0.pdf | 4.52 MB |