Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe scheitert bislang oft an fehlender Transparenz. Weltweit werden nur rund zehn Prozent des Kunststoffs recycelt, unter anderem, weil Recyclingbetrieben verlässliche Angaben zu der Zusammensetzung und Herkunft des Materials fehlen. Technologien, die eine Rückverfolgung von Kunststoffen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen, gelten daher als Schlüssel, um Recycling wirtschaftlicher und hochwertiger zu gestalten.
Im Mittelpunkt der Publikation stehen drei zentrale Ansätze der Rückverfolgung: digitale Wasserzeichen, physische Marker und digitale Produktpässe, jeweils mit ihren technischen und wirtschaftlichen Vorteilen und Herausforderungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive des Globalen Südens, denn dort könnten beispielsweise hohe Technologiekosten Schlüssel-Akteure wie den informellen Abfallsektor ausschließen. Zu den zentralen Empfehlungen gehört es, systemische Lösungen zu finden, über Technologie allein hinauszudenken, die Umweltkosten fossiler Kunststoffe einzupreisen und den informellen Sektor aktiv einzubinden.
Die Veröffentlichung entstand im Rahmen des Globalen Projektes zur Vermeidung von Meeresmüll, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) implementiert.
| Anhang | Größe |
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| giz2026-en-plastic-traceability-3.pdf | 5.27 MB |