Der Runde Tisch Meeresmüll

Der Runde Tisch Meeresmüll wurde durch die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, den damaligen niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel und die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger am 18. März 2016 ins Leben gerufen.

Der Runde Tisch soll die nationalen Maßnahmen gegen Meeresmüll koordinieren und ihre Umsetzung unterstützen. Am Runden Tisch werden die nationalen Maßnahmenvorschläge gegen Meeresmüll in einem breiten Teilnehmerfeld diskutiert und konkrete Vorgehensweisen für ihre Umsetzung erarbeitet. Zusätzlich wurden von den Mitgliedern weitere Handlungsschwerpunkte identifiziert. Dabei dient der Runde Tisch als Informationsplattform aller relevanten Interessenvertreter. Am Runden Tisch Meeresmüll nehmen rund 130 Experten teil, unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Fischerei, Schifffahrt, Kunststoffindustrie, Abwassermanagement, Abfallwirtschaft, Kosmetik-, sowie Reifenindustrie, Einzelhandel, Wissenschaft, Bildung, Tourismus, Umweltverbände, Vereine, Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie Landes-und Kommunalpolitiker und Künstler.

Aufgrund der vielfältigen Expertise, die im Rahmen des Runden Tisch Meeresmüll mitwirkt, können verschiedenste Themenstellungen bearbeitet werden. Dazu gehören unter anderem die Erlangung einer gemeinsamen Wissensbasis zu den relevanten Quellen, Eintragspfaden und Auswirkungen von Meeresmüll, die Ableitung von zusätzlichen (ordnungs-)rechtlichen Vorgaben, die Reduzierung des industriellen Einsatzes und der Emission von Mikroplastikpartikeln sowie Möglichkeiten des Re-Designs und der Substitution von Produkten. Durch die Ausübung von Leitungsfunktionen und Mitwirkung Deutschlands in anderen internationalen Arbeitsgruppen wie etwa im Rahmen der Europäischen Kommission (Technical Group on Marine Litter) oder OSPAR und HELCOM (Intersessional Correspondence Group on Marine Litter und Expert Network Marine Litter) können hier zudem positive Synergien geschaffen und eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit erreicht werden.

Um die verschiedenen Themenbereiche abzudecken, wurden drei thematische Arbeitsgruppen (AG) gegründet, die die Maßnahmen im Detail näher betrachten sowie Konzepte und Ideen entwickeln, wie sie erfolgreich umgesetzt werden können. Die Vertreter und Vertreterinnen können, je nach Interesse, Expertise und Hintergrund, an den folgenden AGs teilnehmen:

  • AG Landbasierte Einträge
  • AG Seebasierte Einträge
  • AG Bewusstseinsbildung